Ich habe mal eine Woche lang jeden Tag ein anderes Auto gefahren.
Mietwagen am Flughafen, Carsharing für die Innenstadt, geliehener Kombi vom Nachbarn für den Möbeltransport.
Am vierten Tag tat mir der Rücken weh, bevor ich überhaupt losgefahren war. Nicht wegen der Strecke – wegen des Sitzes.
Dein Rücken merkt sich jeden Sitz. Das Auto nicht.
In deinem eigenen Auto stellst du den Sitz einmal ein und vergisst ihn. Höhe, Neigung, Lordosenstütze – alles auf dich justiert, jahrelang.
Bei einem Mietwagen oder Carsharing-Fahrzeug fängst du bei null an. Und meistens fehlt genau die Zeit, es richtig zu machen.
Wie viele Menschen das inzwischen betrifft, zeigt eine Zahl, die uns selbst überrascht hat:
978.300 Menschen waren zum Jahresbeginn 2026 für stationsbasiertes Carsharing in Deutschland registriert – 11,8 Prozent mehr als im Jahr davor, verteilt auf 43.190 Fahrzeuge in 1.490 Gemeinden (Quelle: Bundesverband Carsharing e.V.).
Dazu kommen alle, die für Dienstreisen, Umzüge oder den Urlaub klassisch einen Mietwagen buchen.
Die Frage ist also nicht mehr, ob du irgendwann in einem fremden Autositz sitzt. Die Frage ist: Wie oft diese Woche schon?
Warum der fremde Sitz öfter drückt, als er sollte
Der ADAC ist da eindeutig: Vor jeder Fahrt sollte die Sitzposition komplett neu eingestellt werden – Lehne auf etwa 100 Grad, Beine bei durchgetretenem Pedal noch leicht angewinkelt, Kopfstütze auf Kopfhöhe. Klingt nach fünf Minuten Aufwand.
In der Realität ist es meistens: Sitz kurz nach hinten schieben, Spiegel grade rücken, losfahren.
Dazu kommt, was ein Mietwagen oder Carsharing-Auto einfach ist: ein Sitz, auf dem schon viele andere Menschen gesessen haben.
Mit ganz anderen Körpermaßen, ganz anderen Vorlieben – und oft mit einer Polsterung, die diesen Betrieb auch sieht.
Was dabei typischerweise auf der Strecke bleibt:
- Die individuelle Lordosenstütze. Selten vorhanden, noch seltener von dir aus richtig eingestellt, weil dafür schlicht keine Zeit bleibt.
- Die gewohnte Sitzhöhe. In deinem Auto automatisch richtig, im Mietwagen ein Kompromiss nach kurzem Ausprobieren.
- Die intakte Polsterung. Ein Fahrzeug, das im Schnitt viele verschiedene Fahrer:innen im Monat sieht, nutzt sich an genau den Stellen ab, die für deinen Rücken zählen.
- Die Erinnerung ans Feintuning. Bei jedem neuen Auto beginnt die Einstellung wieder bei null – realistisch wird sie nach Tag eins meist nicht mehr nachjustiert.
Der ehrliche Haken an einem zusätzlichen Sitzkissen im Mietwagen
Bevor wir jetzt einfach "nimm ein Kissen mit" sagen:
Der ADAC weist zu Recht darauf hin, dass lose Sitzkissen im Auto bei einem Unfall selbst zum Risiko werden können, wenn sie nicht sicher liegen.
Das heißt konkret:
Ein Zusatzkissen gehört stabil zwischen Rücken und Lehne platziert, nicht als loses Polster, das beim Bremsen durch den Innenraum rutscht. Genau dafür hat das ErgoDuo eine rutschhemmende Unterseite und eine Form, die sich an die Lehne anschmiegt, statt lose herumzuliegen.
Was du davon hast, wenn dein Sitzkissen mit dir reist statt im Auto zu bleiben
Der eigentliche Vorteil ist simpel: Du nimmst deine passende Unterstützung mit, egal welches Auto gerade dran ist.
- Gleiche Unterstützung, egal welches Auto. Ob Kleinwagen vom Carsharing-Anbieter oder Mittelklasse-Mietwagen vom Flughafen – die Lordosen-Unterstützung bleibt dieselbe.
- Keine Verhandlung mit fremder Technik. Kein Suchen nach dem richtigen Knopf, kein Kompromiss mit einer Lordosenstütze, die es vielleicht gar nicht gibt.
- In Sekunden einsatzbereit. Rein ins Auto, Kissen auf den Sitz, fertig – schneller als jede Sitzverstellung per Knopf.
- Auch für die Steißbein-Seite gedacht. Die Aussparung hilft zusätzlich bei hartem oder durchgesessenem Mietwagen-Polster.
Wer beruflich viel unterwegs ist – Außendienst, Beratung, Handwerk mit wechselndem Firmenwagen oder Kundenfahrzeug – kennt das Prinzip aus dem Homeoffice: den eigenen Bürostuhl kann man nicht überallhin mitnehmen, das eigene Sitzkissen schon.
Häufige Fragen
Ist ein Sitzkissen im Mietwagen überhaupt erlaubt?
Ja, ein zusätzliches Sitzkissen ist grundsätzlich erlaubt. Wichtig ist nur, dass es sicher und rutschfest liegt und weder den Sicherheitsgurt noch die Airbag-Funktion beeinträchtigt.
Passt das ErgoDuo auf jeden Autositz?
Es ist für die meisten gängigen Autositze geeignet, da es sich flexibel positionieren lässt. Bei sehr schmalen Sportsitzen oder stark konturierten Schalensitzen kann die Passform variieren.
Lohnt sich ein eigenes Sitzkissen auch für kurze Carsharing-Fahrten in der Stadt?
Bei einer 10-Minuten-Fahrt eher nicht. Bei regelmäßiger Nutzung, längeren Strecken oder häufigem Wechsel zwischen Fahrzeugen macht der Unterschied sich deutlich stärker bemerkbar.
Was mache ich, wenn der Mietwagen tatsächlich eine gute, einstellbare Lordosenstütze hat?
Dann nutze zuerst die eingebaute Lösung – ein Zusatzkissen ist ein Ersatz für fehlende oder schwache Unterstützung, keine Pflicht obendrauf. Wie du in 30 Sekunden prüfst, ob die eingebaute Stütze überhaupt etwas bringt, zeigt unser Lordosenstützen-Test.
Muss ich das Kissen bei der Rückgabe des Mietwagens irgendwie dokumentieren? Nein, es ist dein persönliches Zubehör und bleibt bei dir – genau wie eine eigene Sonnenbrille oder ein eigenes Ladekabel.
Andere Autos wechseln ständig. Dein Rücken macht das nicht mit – und muss es auch nicht, wenn die Unterstützung einfach mitfährt.
Sitz mobil, sitz stabil.
Dein Vysera-Team